München. Bei der neuen Lösung von Federal- Mogul spielen die Eigenschaften der Materialkombination und die Geometrie gleichermaßen wichtige Rollen. Mit der Verbindung von Stahl- und Elastomerelementen und einer mehrlagig gleichgerichteten Ausrichtung der Sicken lasse sich im Betrieb ein deutlich verbessertes Rückfederverhalten der Dichtung erreichen und damit vor allem eine verbesserte Gasabdichtung. Die Auswahl der Elastomere richtet sich nach den konkreten Anforderungen im Einzelfall. Die Anstrengungen der Motorenentwickler zum Spritsparen dürften künftig zu weiter verschärften Bedingungen für Dichtungen führen. Zu erwarten sind weiter steigende Einspritzdrücke „und instabilere Motorstrukturen. Hierdurch werden Zylinderkopfdichtungen gerade in Bezug auf Stabilität und Dauerfestigkeit mehr gefordert werden, während in der Vergangenheit der Hauptfokus auf der Kostenoptimierung lag“, erläutert Andreas Paulisch, Dichtungsexperte bei Federal-Mogul.
Stahl und Elastomere im Zylinderkopf kombiniert
Hybriddichtung trotzt den höchsten Drücken
Eine neue Werkstoffkombination für Zylinderkopfdichtungen soll sparsamere Nutzfahrzeugmotoren ermöglichen. Denn mit den CO2-Reduzierungen könnten bald Zylinderdrücke von 250 Bar und Abgastemperaturen von 1000 Grad Celsius einhergehen. Dafür kombiniert Federal-Modul die bekannte Mehrlagenstahl-Technologie mit Elastomer-Fluid-Dichtungen. Die neuen Dichtungskomponenten sollen auch dort zuverlässig dichten, wo Edelstahl- und Grafitwerkstoffe versagen.