Frankfurt/Main. Neben Mercedes-Benz setzt nun auch Volkswagen bei der Konzeption neuer Pkw-Typen von vornherein auf eine Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor. "Künftige VW-Modelle werden grundsätzlich auch für Hybrid-Konzepte ausgelegt", bestätigte VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg auf der IAA im Gespräch mit der Automobilwoche. So sei der für 2011 geplante Heckmotor-Kleinwagen - von VW auf der Branchenmesse in Form der Studie "Up" angedeutet - "sowohl mit Voll- als auch mit Mild-Hybrid denkbar". Selbst ein "reiner Elektroantrieb", sagte Hackenberg, komme für die sogenannte New Small Family von Volkswagen "in Betracht".
Mit der Resonanz auf das "Up"-Konzept zeigte sich der frühere Audi-Manager sehr zufrieden: "Ich habe schon viele Präsentationen erlebt, aber noch nie so viel Zustimmung und Begeisterung." Um die Serienfertigung einer "Up"-ähnlichen Fahrzeugfamilie mache er sich daher "keine Sorgen".
Auch die Palette betont verbrauchs- und abgasarmer Modelle unter der Handelsbezeichnung "BlueMotion" will VW ausbauen. Neben einer entsprechenden Version des Kompakt-SUV Tiguan bestehen laut Hackenberg etwa beim Cabriolet Eos "gute Realisierungschancen für ein solches Derivat". Überdies sollen ausgewählte technische Besonderheiten, die heute noch den BlueMotion-Typen vorbehalten sind, sukzessive in die Großserie einfließen, um den Flottenverbrauch bei VW weiter zu senken. Als Ausgleich sollen dann "weitere innovative Spritsparmaßnahmen, an denen wir bereits arbeiten" (Hackenberg), die BlueMotion-Linie auch in den kommenden Jahren attraktiv halten.
Die Entwicklung der Nachfolger der schweren Geländewagen Touareg von VW und Cayenne von Porsche haben sich beide Unternehmen wie bei der ersten SUV-Generation "ziemlich genau aufgeteilt" (Hackenberg). So werden bei Porsche in Weissach viele Chassiskomponenten bis hin zu den Bremsen für beide Modelle konzipiert. VW wiederum entwickelt zum Beispiel die Klima- und Sitzanlagen.