Genf. Die Verkaufszahlen der Hybrid-Modelle von Honda und Toyota -- die einzigen Anbieter solcher Fahrzeuge -- sind in Deutschland noch bescheiden: 2005 entschieden sich gerade einmal 77 Käufer für einen Civic IMA, immerhin 2.873 Kunden erwarben einen mindestens 23.900 Euro teuren Prius, der bereits in der zweiten Generation auf dem Markt ist. Die Neuauflage des Civic IMA mit dem Namen "Hybrid" kommt noch im März für 22.900 Euro in den Handel. Dank frischerem Styling und der Fähigkeit, auch rein elektrisch betrieben fahren zu können, sollen in diesem Jahr 1.000 Kunden zugreifen. "Grosse Sprünge bei der Technologie wird es kaum noch geben. Die Käufer müssen nun Hybride als voll alltagstaugliche Automobile akzeptieren", sagt ein Honda-Sprecher.
Honda hofft auf rund 1.000 Hybrid-Kunden
Shinichi Sasaki, CEO von Toyota Motor Europe (TME), sieht das ähnlich: "Wir haben immer noch Schwierigkeiten mit der Akzeptanz in Europa." Dennoch halten beide Hersteller am Hybrid-Konzept fest, das sie als effektive Massnahme zur CO2-Reduktion sehen -- allerdings mit unterschiedlicher Ausrichtung. So bietet Toyota neben dem Mittelklassemodell Prius auch das Premium-SUV Lexus RX 400h als Hybrid an, die Limousinen GS und der LS folgen noch in diesem Jahr. "Bei grossen Fahrzeugen macht eine CO2-Reduktion mehr Sinn", glaubt TME-Chef Sasaki.
Honda hingegen wird zunächst ein Fahrzeug "unterhalb des Civic mit der Hybrid-Technik auf dem europäischen Markt anbieten", sagt Shigeru Takagi, Präsident von Honda Motor Europe. Damit erreiche man eine grössere Anzahl an Käufern. Welches Modell das sein wird, wollte Takagi noch nicht verraten. Techniker bestätigten allerdings, dass das System aus dem Civic Hybrid auch in den Jazz passen würde -- derzeit das einzige Modell unterhalb des Civic.