München. Am weitesten verbreitet bei öffentlichen Ladesäulen ist der Mennekes-Stecker Typ 2. Das Kabel dazu muss im Auto mitgeführt werden. Der Renault Zoe, der Smart ED und das Tesla Model S können damit die vollen 22 kW Leistung abrufen. Andere Autos wie der VW E-Up sind auf 3,7 kW begrenzt. Der E-Up kann dafür gegen 590 Euro Aufpreis mit noch schnelleren 50 kW Gleichstrom an CCS-Säulen tanken. Bisher ist außer dem E-Up nur der BMW i3 mit dieser Buchse ausrüstbar. Global dominiert der dem CCS sehr ähnliche japanische CHAdeMO- Standard. Wie bei CCS ist das dicke Kabel fest mit der Säule verbunden, und auch die Ladeleistungen sind auf gleichem Niveau. Den Rekord halten zurzeit die Tesla-eigenen Säulen, die in Deutschland 135 kW schaffen. Allen Schnellladeprotokollen ist gemeinsam, dass die höchste Geschwindigkeit nur bis zu einem Ladestand von 80 Prozent möglich ist. Dann wird aus Sicherheitsgründen gedrosselt. Die Chance des E-Autos mit Brennstoffzelle ist offensichtlich – es ist in drei Minuten mit Wasserstoff betankt und schafft im Vorserienstand 400 Kilometer.
Schnellladen von E-Autos
Hohe Nachfrage nach Dreifach-Ladesäulen
Für das Schnellladen von batterieelektrischen Autos und Plug-in-Hybriden haben sich drei Standards etabliert: das Wechselstromladen mit 22 kW Leistung und dem Mennekes-Stecker Typ 2 sowie die beiden Gleichstromnormen CHAdeMO und CCS („Combined Charging System“) mit bis zu 50 kW. „Kurzfristig wird sich im öffentlichen und teilöffentlichen Bereich keiner dieser drei durchsetzen“, erwartet Carsten Busch vom Elektrokonzern ABB. Damit alle Autofahrer Strom tanken können, muss eine Säule alle Standards beherrschen: „Die Nachfrage nach diesen Multichargern ist stark gestiegen“, so Busch. Neben ABB sind Firmen wie e8energy mit solchen Produkten am Markt. Für längere Strecken führt am zügigen Füllen der Batterie kein Weg vorbei.