Stuttgart. Obwohl in den USA immer mehr Kleinwagen auf den Markt kommen, wird dieses Segment auf absehbare Zeit eine Nische bleiben. „Die Konkurrenz wird in den nächsten Jahren härter werden, vor allem für den Smart Fortwo und den Mini von BMW“, sagt Christoph Stürmer vom Prognose- und Beratungsunternehmen IHS Automotive. Bei einem „normalen“ Light-Vehicle-Gesamtmarkt von bis zu 16 Millionen Pkw, SUVs und Pickups ist der Anteil der Kleinwagen in den USA kaum messbar: Das B-Segment, in dem sich unter anderem der Mini, der Ford Fiesta, der Toyota Yaris und der Honda Fit (in Europa Jazz) tummeln, kommt im Jahr 2010 auf rund 300.000 Fahrzeuge.
Im A-Segment mit reinen Stadtautos ist seit 2008 einzig der Smart Fortwo vertreten, der es im vergangenen Jahr nicht einmal auf 10.000 verkaufte Einheiten brachte. „Anders als in Europa, wo es unterhalb der Golf-Klasse noch weitere preiswertere Segmente gibt, steigen in den USA die Preise bei stark lifestyligen Kleinwagen wie dem Smart oder dem Mini eher wieder an. Dagegen will der Durchschnittskäufer, wenn er mehr bezahlt, auch ein größeres Auto haben“, erklärt Stürmer. Damit sei das Absatzpotenzial begrenzt. IHS Automotive prognostiziert für das A-Segment bis 2015 einen Anstieg auf jährlich 100.000 Einheiten. Das B-Segment könnte in diesem Zeitraum auf 750.000 bis 800.000 Fahrzeuge pro Jahr wachsen. Wichtiger Volumentreiber dürfte der neue Ford Fiesta sein, der in diesem Jahr in die Showrooms kommt.