Göteborg. Den Entwicklern geht das aber noch nicht weit genug: Egal ob Zulieferer wie Valeo oder Hersteller wie Volvo oder Honda, sie alle wollen das Abstellen des Autos voll automatisieren. Deshalb arbeiten sie an Systemen, bei denen man an einem speziell eingerichteten Übergabepunkt aussteigt und der Elektronik das alleinige Kommando übergibt. „Während der Fahrer schon beim Abendessen ist, sucht der Wagen seinen Parkplatz. Und nach dem Dessert steht er wieder vor der Tür“, skizziert Volvo-Entwickler Mikael Thor das Valet-Parking der Zukunft. „Technisch sind das alles vergleichsweise leicht zu lösende Aufgaben. Was uns noch hindert, sind die administrativen Hürden“, sagt Thor. An Unterstützung mangelt es zumindest in Thors Heimatland nicht. „Vom autonomen Parken profitiert auch die Kommune“, sagt Susanne Planath von der schwedischen Verkehrsbehörde. Sie verspricht sich im ersten Schritt mehr Stellplätze pro Parkhaus, weil die Elektronik besser rangieren kann. Langfristig will sie das Parken komplett aus der Stadt verbannen: „Wenn Autos autonom sind, können sie sich auch in einem Industriegebiet abstellen und wir haben in der Stadt wieder Platz.“
Automatisiertes Parken
Harry muss den Wagen nicht mehr vorfahren
Audi-Technikchef Ulrich Hackenberg ist bei seinen Entwicklern als versierter Autofahrer bekannt. Dennoch hält er das automatisierte Ein- und Ausparken für den „nächsten großen Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren“. Eine zaghafte Umsetzung dieser Idee in die Serie zeigt BMW mit dem i3: Das Elektroauto übernimmt erstmals nicht nur die Quer-, sondern auch die Längsführung. Der Fahrer muss nur noch einen Knopf in der Mittelkonsole gedrückt halten.