New York. Während sich die deutschen Hersteller auf Modellvarianten wie einen neuen Spyder als stärksten und schärfsten Porsche Boxster, vier Editionsmodelle des VW Beetle bunt wie Ostereier oder das Update der M-Klasse zum Mercedes GLE samt neuer Plugin- Version beschränken, kommen aus dem Rest der Welt viele komplett neue Baureihen. So zeigt Lexus in New York die Neuauflage seines mit Abstand wichtigsten Modells und enthüllt die vierte Generation des Geländewagens RX. Jaguar zieht das Tuch von der Leichtbau-Limousine XF. Und Kia gewährt den ersten Blick auf den neuen Optima. Anders als der ebenfalls in New York enthüllte Nissan Maxima wird diese Mittelklasselimousine bald auch nach Europa kommen. Dazu gibt es für Sportler den McLaren 570S, der als erster Vertreter der neuen „Sports Series“ die Preise senken und den Absatz steigern soll. Toyota bietet zudem eine lang erwartete Hybrid-Variante des RAV4. Die US-Hersteller waren in den vergangenen Jahren beim Heimspiel in Manhattan oft nur Zuschauer, doch diesmal lassen sie sich die Show nicht von den Importeuren stehlen. Mit den Oberklasselimousinen Cadillac CT6 als Serienauto und dem Lincoln Continental als spruchreife Studie stellen sie die beiden Stars der Show. Und weil diese Luxusautos aus der Klasse über fünf Metern selbst auf dem Boom-Markt Amerika nur eine Nebenrolle spielen werden, gibt’s mit dem Chevrolet Spark als US-Ausgabe des Opel Karl und der Mittelklasselimousine Chevrolet Malibu bei General Motors zwei wichtige neue Volumenmodelle zu sehen. Auch Ford backt neben dem Lincoln kleinere Brötchen und baut dabei auf Schützenhilfe aus Europa. Denn als wichtigste US-Neuheit feiert die Nummer zwei in Amerika auf der Auto Show den weitgehend in Deutschland entwickelten Focus RS.
Automesse in New York
Großer Premierenreigen in Manhattan
Knapp vier Millionen verkaufte Autos in den ersten drei Monaten und damit das beste Start-Quartal seit 2007 – der Boom auf dem US-Markt hält an. Deshalb lässt sich die PS-Branche jenseits des Atlantiks nicht zweimal bitten und bringt selbst zu einer sogenannten B-Messe wie der New York Auto Show zahlreiche Premieren.