München. Germany Trade & Invest (GTAI), die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing, geht davon aus, dass der durchschnittliche Anteil der Mikroelektronik im Fahrzeug von 345 Dollar im Jahr 2014 auf 405 Dollar pro Fahrzeug im Jahr 2020 ansteigen wird. Oliver Wyman erwartet, dass die auf Elektrik und Elektronik im Fahrzeug entfallende Wertschöpfung bei Kleinwagen von 2012 bis 2025 um 112 Prozent zulegen wird.
Im Premiumsegment soll das Plus immerhin noch bei 34 Prozent liegen. Die Elektronikindustrie in Deutschland erzielt laut GTAI 40 Prozent ihres Umsatzes mit Automobilelektronik – insgesamt mehr als sieben Milliarden Euro. Die zunehmende Bedeutung der Automobilelektronik schlägt sich auch bei der Electronica 2014 nieder.
Die Messe, die vom 11. bis 14. November in München stattfindet, ist stärker als je zuvor automobilorientiert. „2006 zeigten rund 1250 Aussteller Lösungen der Automobilelektronik, dieses Jahr sind es bereits über 1500 Unternehmen von insgesamt rund 2700 Ausstellern“, betont Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München.
Allerdings ist die Automobilfokussierung nicht auf den ersten Blick ersichtlich, da sich die für die Autoindustrie relevanten Zulieferer über alle zwölf Hallen verteilen. Und bei den automobilrelevanten Ausstellern stehen auch nicht die großen, spektakulären Gesamtlösungen in den Vitrinen. Vielmehr geht es in der Regel um die elektronischen „Einzelteile“, die beispielsweise Fahrerassistenz, Car-to-Car-Kommunikation oder Lichtsysteme ermöglichen, verbessern oder günstiger machen.