Rüsselsheim. General Motors plant Hybrid-Modelle in der Kompaktklasse. „Für die nächste Delta-Plattform arbeiten wir auch an einer Hybrid-Variante“, sagte ein GM-Entwickler der Automobilwoche.Demnach könnte auch der neue Opel Astra, der für 2010 erwartet wird, mit dieser Technik ausgerüstet werden. Die Delta-Plattform bildet unter anderem die Basis für den Opel Astra und das künftige Saab-Einstiegsmodell, das voraussichtlich 9-1 getauft wird. „Auf dieser Architektur bauen 13 verschiedene Modelle auf“, verrät der Entwickler. Auch der in den USA sehr erfolgreiche Retro-Hochdach-Kombi Chevrolet HHR teilt diese Basis.
Eine Hybrid-Version ist speziell für den US-Markt wichtig, wo seit Kurzem auch der Astra unter dem Saturn-Label verkauft wird. Aber auch der kleine Saab soll vor allem in den USA Stückzahlen bringen – und so die Marke aus den roten Zahlen führen. Bei dem Hybrid handelt es sich um einen klassischen Two-Mode-Hybrid, wie ihn beispielsweise Toyota verwendet. Laut GM-Vizepräsident Bob Lutz ist diese Technik ohnehin „wesentlich effizienter als das E-Flex-System“. Unter der Bezeichnung E-Flex will GM ab Ende 2010 Autos anbieten, die rein elektrisch Fahren und über ein Kabel oder einen Generator aufgeladen werden.
„Für diese Technik schaffen wir ebenfalls bei der Delta-Plattform die nötigen Voraussetzungen“, sagt der Insider. Bereits 2005 hatte Opel auf der Detroit Auto Show eine Astra-Studie mit Diesel-Hybrid vorgestellt.
Die Produktion der nächsten GM-Kompaktwagen-Generation wird 2010 in den europäischen Werken Bochum, Ellesmere Port (Großbritannien), Trollhättan (Schweden) und Gliwice (Polen) starten. Die dafür nötigen Investitionen beziffert GM mit rund 3,1 Milliarden Euro. Zudem will der Konzern mit der neuen Astra-Generation eine Produktivitätssteigerung von 30 Prozent erzielen.