Untergruppenbach. Der Getriebebauer Getrag beschleunigt sein Wachstum. "Wir haben zwei bedeutende Projekte in den USA in Aussicht, die uns erhebliche Expansionschancen eröffnen", sagt Konzernchef Dieter Schlenkermann. Das Geschäftsvolumen sei so groß, dass in Nordamerika drei neue Getriebefabriken mit rund 2500 Beschäftigten errichtet werden müssten. Doch solange die Verträge nicht unterschrieben sind, will der Manager keine Details nennen. Mit dem Abschluss rechnet er für diesen Herbst.
Die Getrag Corporate Group mit Sitz in Untergruppenbach würde zudem neben Ford und Volvo gerne noch für andere Hersteller zum bevorzugten Getriebelieferanten werden. Bei BMW könnte sich eine solche Partnerschaft eröffnen. "Wir sind für alle Gespräche offen", signalisiert Schlenkermann.
Der schwäbische Zulieferer, der nach der Trennung vom US-Konzern Dana wieder ein reines Familienunternehmen ist, setzt im Zuge der Umweltdiskussion auf innovative Getriebe und Hybrid-Systeme. Große Hoffnungen liegen auf dem Geschäft mit Doppelkupplungsgetrieben. Die Produktion dieser spritsparenden Aggregate - zwei Millionen sind bereits fest gebucht - startet im Herbst 2007. Erstkunden sind Ford und Volvo. Schlenkermann: "Wir wollen einen spürbaren Beitrag zur Energieeinsparung leisten." Der Einstieg in den Markt für Hybrid-Antriebe, wo Getrag mit Bosch kooperiert, wird 2010 erfolgen.
Weltweit arbeiten für Getrag gut 13.000 Mitarbeiter. 2007 liefern die Schwaben 3,6 Millionen Getriebe und 1,3 Millionen Achsen aus. Der Umsatz 2007 wird mit 2,6 (Vorjahr: 2,4) Milliarden Euro beziffert.