München. Die besondere Schwierigkeit dabei: Selbst wenn ein Problem durch die Technik des Smartphones verursacht wird, bringt es der Kunde mit dem Autohersteller in Verbindung, wie der technische Trainer und Geschäftsführer der Quaestum GmbH, Andreas Ehritt, sagt. Er schult in der Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (TAK) Mitarbeiter von Volkswagen- und Audi-Werkstätten. Es sei für die Betriebe bereits eine große Herausforderung, richtig abzuschätzen, ob das Smartphone des Kunden oder dessen Fahrzeug die Ursache für ein Verbindungsproblem ist, erklärt Ehritt.
Gestiegene Anforderungen an die Techniker
Die Entwicklung der Infotainmentsysteme zu immer komplexeren und stärker vernetzten Einheiten und ihre zunehmende Verbreitung stellen auch die Werkstätten vor eine Herausforderung. Gerade die Einbindung der mobilen Endgeräte der Kunden ist – schon alleine aufgrund der großen Zahl an Modellen und verschiedenen Technologien – alles andere als banal.
Extrem komplex
Rund 800 Personen pro Jahr nehmen an Ehritts eintägigen Schulungen teil. Tendenziell schickten die Betriebe eher ihre jüngeren Mitarbeiter zu den Weiterbildungen, sagt er. Bei Älteren sei das Thema dagegen weniger beliebt, weil es durch die Zahl der Telefonmodelle viele Möglichkeiten und eine entsprechend hohe Komplexität gebe. Die Werkstätten messen dem Service rund um das Infotainment laut Ehritt große Bedeutung bei und schicken zu den Kursen, die keine Pflichtveranstaltungen sind, teilweise mehrere Mitarbeiter. „Der Kunde erwartet bei den führenden Marken einfach sehr kompetente Ansprechpartner.“