Barcelona. Navigationsgeräte, die Daten in Echtzeit übertragen, Musik- oder Videostreaming – für all das braucht man eine ständige Verbindung zum Internet mit hohen Übertragungsraten. In Deutschland ist dies nicht immer gegeben. BMW forscht daher mit den Autozulieferern Peiker und Nash im Projekt "Vehicular Crowd Cell" an einer Technik, die Abhilfe schaffen soll. Die ersten Ergebnisse haben die Münchner auf dem Mobile World Congress präsentiert.
Mit Reichweitenverlängerern wie mobilen Femtozellen wird die Abdeckung des Mobilfunknetzes lokal erhöht. So weit, dass damit auch größere Funklöcher überbrückt werden können, ist die Technik aber noch nicht. Die Mobilfunkanbieter braucht es weiter hin. "Dort, wo grundsätzlich ein Mobilfunknetz vorhanden ist, bewirkt die Vehicular Crowd Cell eine Netzoptimierung", erläutert Peter Fertl, Leiter des Projekts bei BMW. Vor allem am Rand des Sendegebiets sei das nützlich. Eine Grundversorgung an Netzabdeckung müsse gegeben sein.
Denkbar wäre der Einsatz beispielsweise bei Carsharing-Flotten. Die Technologie wird derzeit erprobt. Ziel ist es, das bestehende Mobilfunknetz zu verbessern. Ob die Technologie zum Serieneinsatz kommt, ist noch unklar. Die "Vehicular Crowd Cell" baut auf der "Vehicular Small Cell" auf, die BMW 2015 vorgestellt hatte. Sie soll den Mobilfunkempfang innerhalb des Fahrzeugs verbessern.