Hamburg. Auf das Flottenmanagement deutscher Unternehmen hat sich die aktuelle Umweltdiskussion bis dato kaum ausgewirkt: Nur elf von 40 befragten Unternehmen verfügen bereits heute über hauseigene Umweltrichtlinien für das Flottenmanagement. Dies ermittelte der Hamburger Flotten-Dienstleister LeaseTrend in einer aktuellen Telefonbefragung unter deutschen Flottenmanagern.
Auch wenn es an Umweltrichtlinien mehrheitlich noch fehlt, spielt für immerhin gut ein Drittel der Flottenverantwortlichen die Klimadiskussion bei der Kaufentscheidung eine Rolle. Mit Abstand wichtigstes Kriterium dabei ist der Rußpartikelfilter bei Dieselfahrzeugen. Denn nach Ansicht der Befragten wird der Anteil des Dieselantriebs am Flottenbestand von jetzt knapp 72 Prozent in den kommenden drei Jahren noch leicht steigen.
Ein stärkeres Wachstum erwarten die befragten Flottenmanager zwar bei alternativen Antrieben – allerdings wird deren Anteil in den Fuhrparks auch mittelfristig die Zehn-Prozent-Marke nicht überschreiten. Die Befragten sehen hier beim Hybrid-Antrieb das größte Wachstumspotenzial – ein klares Signal an die Autohersteller, sich stärker in dieser Technologie zu engagieren. Denn fast zwei Drittel der Flottenmanager sind der Ansicht, dass die Autohersteller den wachsenden Stellenwert des Themas Umwelt bei ihrer Modellpolitik bisher verschlafen haben.
Eine nach Höhe der Schadstoffbelastung bemessene Kfz-Steuer, wie sie Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgeschlagen hat, würde zwei Drittel der befragten Flottenmanager stark in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen – ein eventuelles Tempolimit dagegen betrachten die Befragten als eher vernachlässigbar.
Eindeutiger Verlierer in den Fuhrparks der Zukunft ist der Ottomotor. So werden nach Einschätzung der Flottenmanager in drei Jahren nur noch 18,5 Prozent der Flottenfahrzeuge einen solchen Antrieb haben.