Ostfildern. Die herstellerunabhängigen Werkstätten setzen ihren Siegeszug im deutschen Autoservice fort und haben mittlerweile Vertragswerkstätten bei der Zahl der Verschleißreparaturen sogar knapp überholt. Noch im Jahr 2002 wurden dabei im markenunabhängigen Service nur halb so viele Reparaturen erledigt wie in den Vertragswerkstätten, zeigt der DAT-Report 2011.
„Man sieht den Trend, dass immer mehr Reparaturen nicht mehr in einer Vertragswerkstatt durchgeführt werden, sondern in einer freien Werkstatt“, sagte Siegfried Trede, Hauptabteilungsleiter Marktforschung von DAT, bei der Präsentation des Reports. Im Jahr 2010 hatten die freien Betriebe bei Verschleißreparaturen einen Marktanteil von 43,2 Prozent, die Vertragswerkstätten kamen laut DAT-Report auf 43,0 Prozent. Die restlichen Reparaturen wurden von den Autofahrern allein (7,1 Prozent) oder mithilfe eines Bekannten (fünf Prozent) ausgeführt.
Auf Tankstellen entfällt nur jede tausendste Reparatur, 1,6 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag der DAT befragten Autobesitzer machten keine Angaben. Dies geht aus einer Einzelauswertung des aktuellen DAT-Reports hervor, die der Automobilwoche vorliegt. Für Wartungsarbeiten bringen gerade die Besitzer junger Autos ihr Fahrzeug aber weiterhin überwiegend in eine Vertragswerkstatt. Auf 91 Prozent der Wartungen kommen die Vertragswerkstätten bei Autos, die jünger als zwei Jahre sind, nur noch 39 Prozent sind es hingegen bei den Fahrzeugen, die acht oder noch mehr Jahre unterwegs sind.