München. Darum plant Andreas Zühlke von der Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (TAK) nun Seminare für Techniker zur Wartung von Fahrerassistenzsystemen. „So langsam reagieren die Werkstätten darauf und zeigen Bedarf an diesen Schulungen. Hinzu kommt, dass erst seit Kurzem ein erschwingliches Multimarken- Diagnosegeräte von Hella Gutmann auf dem Markt ist, um Fahrerassistenten zu warten.“
Freie Werkstätten fit für Radar, Kamera & Co.
Zum Jahresbeginn führte der Werkstattausrüster Hella Gutmann Solutions das sogenannte CSC-Tool („Camera & Sensor Calibration Tool“) ein, das zusammen mit den eigenen Standarddiagnosegeräten, den „Mega Macs“, Fahrerassistenten markenübergreifend warten kann: Die Frontkamera für den Spurhalteassistenten, den Radarsensor für das ACC oder aber die Kamera für ein adaptives Lichtsystem lassen sich hiermit kalibrieren. „Zu Beginn war das System zur Wartung aller Modelle der Volkswagen-Gruppe ausgerichtet. Die anderen Hersteller rüsten wir jetzt sukzessive nach“, so eine Sprecherin. Das CSC-Tool nutzt Zühlke bei der TAK. Start dafür ist im nächsten Frühjahr. Hella Gutmann selbst schult ebenfalls Mehrmarkenwerkstätten mit dem CSCTool, allerdings bislang nur als Bestandteil umfassenderer Seminare. Reine Angebote für Fahrerassistenzsysteme sollen kommen, „wenn die Nachfrage da ist“. Dass auch Händler Bedarf an Fahrerassistenz-Schulungen haben, wurde der TAK erst durch die Deutsche Bahn bewusst. Deren Fuhrparkbetreuer, die sich um die Konfiguration der Flottenfahrzeuge kümmern, sollten umfassend in Fahrerassistenten eingewiesen werden. „Daran hatten wir gar nicht gedacht“, gibt Zühlke zu. Seit Februar schult die TAK nun auch Händler.