Saarbrücken. Das Verfahren ist eine Weiterentwicklung der gepulsten elektrochemischen Bearbeitung. „In der jetzigen Form ist das seit etwa zehn Jahren in der Entwicklung“, sagt Professor Dirk Bähre vom Lehrstuhl für Fertigungstechnik. Die Werkstoffe werden bei der Produktion von einer Elektrolytlösung umspült, die Bearbeitung funktioniert berührungsfrei. Kratzer oder Risse, die beim herkömmlichen Fräsen entstehen können, sind damit ausgeschlossen. Einen besonderen Vorteil ihrer Methode sehen die Forscher in der Serienfertigung. „Wenn die Kontur eines Teils einmal da ist, kann ich in Serienproduktion gehen“, erklärt Bähre. In vielen Fällen sei dies günstiger – und damit wie geschaffen für die Autobranche. Geeignet ist die Fertigung per Strom vor allem für sehr stark beanspruchte Präzisionsteile im Motor und im Antrieb. „Die Größenordnung für die Investitionen ist gleich, aber in vielen Fällen ist die Zeit der Bearbeitung kürzer“, hebt Bähre hervor. Das Verfahren ist schon für die Serienfertigung verfügbar. Die Uni arbeitet dafür mit dem Maschinenhersteller Pemtec im französischen Forbach zusammen.
Schonend Maßschneidern
Forscher bearbeiten Metall mit Stromstößen
Die Bearbeitung harter und fester Metalle mit konventionellen Methoden hat ihre Tücken und macht die Fertigung komplizierter Bauteile, etwa für Fahrzeugmotoren, kostspielig. Wissenschaftler der Universität des Saarlands haben nun in Zusammenarbeit mit Firmen ein Verfahren ersonnen, um Bauteile aus Metallen wie Titan oder Gusseisen kostengünstiger herzustellen – mittels elektrischen Stroms.