Craiova. Ford hat nach der Übernahme des früheren Daewoo-Werks im rumänischen Craiova drei Führungskräfte an den neuen Standort geschickt, um dort die Erweiterung der Fabrik voranzutreiben. Die Manager aus Spanien, Irland und den USA sollen sicherstellen, dass der Ausstoß des zukünftigen Ford-Werks von weniger als 20.000 Einheiten im vergangenen Jahr auf 300.000 Fahrzeuge pro Jahr erhöht werden kann. Darüber hinaus soll sich bis 2012 die Zahl der Arbeitskräfte auf 7000 fast verdoppeln.
Neuer Präsident von Ford Rumänien ist Dionisio Campos. Der 47-jährige Spanier war zuletzt Werksleiter am Ford-Standort Valencia. Campos bekleidete bei Ford zuvor verschiedene Managementpositionen in den Bereichen Motor- und Fahrzeugproduktion. Als Chief Financial Officer steht ihm der 57 Jahre alte Ire Len Meany zur Seite, der bislang Direktor für Geschäftsentwicklung bei Ford of Europe war. Während seiner Laufbahn bei Ford war er unter anderem als Controller in der Nutzfahrzeug-Entwicklung tätig, für die Strategie in Osteuropa verantwortlich und außerdem Generaldirektor von Ford in Russland. Den Posten der Personalchefin übernimmt die 40-jährige Angella Alexander, zuvor Personalmanagerin für die internationalen Aktivitäten des Unternehmens.
Ford beginnt Mitte des Jahres 2009 in Craiova, das 110 Kilometer westlich der Hauptstadt Bukarest liegt, mit der Produktion des leichten Nutzfahrzeugs Transit Connect. Mitte 2010 folgt ein weiteres Fahrzeug. Die Amerikaner haben für 57 Millionen Euro den 72,4-prozentigen Anteil der rumänischen Regierung an dem früheren Daewoo-Werk übernommen. In den nächsten drei Jahren sollen 675 Millionen Euro in die Modernisierung gesteckt werden. Zu den geplanten Arbeiten zählen die Automatisierung der Pressenlinien, der Aufbau eines neuen Karosseriewerks und die Erweiterung der Lackiererei. Hauptaufgaben des neuen Management-Teams sind die Integration der Fabrik in das Ford-Produktionssystem und die Zusammenarbeit mit dem bestehenden Werksmanagement.