München. Die Existenzkrise des US-Autobauers Ford wird auch das Europageschäft nicht unberührt lassen. Der Konzern, der 2006 voraussichtlich 3,6 Milliarden US-Dollar verliert, plant weltweit harte Einschnitte. Dazu werde der "Way-Forward"-Sanierungsplan beschleunigt, kündigte der neue Vorstandschef Alan Mulally im Interview an.
"Wir müssen uns die Produktivität anschauen, die Qualität und die Kosten", sagte Mulally. Nach Informationen der Automobilwoche wird zum Beispiel bei der defizitären Ford-Tochter Jaguar der Rotstift angesetzt. "Der Nachfolger des X-Type wurde gestrichen und der neue S-Type auf Ende 2008 verschoben", weiß Mark Fulthorpe, Analyst bei CSM Worldwide. Bisher hat Ford zehn Milliarden US-Dollar bei Jaguar verbrannt. Auch die Neuauflage des S60-Modells der schwedischen Tochtermarke Volvo wurde um ein Jahr auf 2010 verlegt - möglicherweise entfällt sie ganz.