Köln. Der experimentierfreudige deutsche Ford-Händlerverband (FPV) hat eine eigene Finanz-Servicegesellschaft für seine Mitglieder gegründet. Mit der Anfang Mai gestarteten FHD Finanz tritt der Verband teilweise in Wettbewerb zur Ford-Bank. Die neue Servicegesellschaft bietet in Zusammenarbeit mit der herstellerunabhängigen Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) eigene Finanzprodukte im Bereich des Gebrauchtwagengeschäfts an. Neuwagenfinanzierungen sind ausgenommen. "Im Gebrauchtwagengeschäft benötigt der Handel wettbewerbsfähige Einkaufs- und Absatzkonditionen“, nennt Manfred Reddig, Geschäftsführer der FHD-Dienstleistungsgesellschaften, einen Beweggrund für den Schritt.
Das Angebot der "Händler-Banker“ ist zwar begrenzt, die Konditionen sind aber attraktiv. So gibt es derzeit beispielsweise eine Absatzfinanzierung für Gebrauchtwagen je nach Bonität und Volumen ab einem Basiszins von 4,99 Prozent. Bei den Händlern kommt das neue Angebot gut an: Zwei Monate nach dem Start haben bereits 380 Ford-Händler Produkte von FHD Finanz geordert. Als weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit sehen FHD-Geschäftsführer Reddig und Hauptgeschäftsführer Johann Gesthuysen die Neustrukturierung des Gebrauchtwagengeschäfts. "Durch die Abwrackprämie hat sich die Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt verändert“, sagt Gesthuysen.