Flensburg. Der deutsche Automarkt hat sich auch im August nicht erholt. Galt bislang in den Sommermonaten die Ferienstimmung als Entschuldigung, so ist das Minus von 2,2 Prozent in diesem August die logische Fortsetzung der seit Jahresbeginn anhaltenden Absatzkrise. In den ersten acht Monaten ergibt sich ein Minus von 7,6 Prozent. Immerhin konnte das Segment der Kleinwagen im August ein deutliches Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielen. Interessant dabei ist, dass der vergleichsweise betagte Ford Fiesta als Segment-Sieger hervorging (plus 16,6 Prozent). Das hängt allerdings auch mit zahlreichen Händlerzulassungen zusammen, gefördert durch Absatzprogramme des Herstellers. Der VW Polo konnte ebenfalls zulegen (plus 8,1 Prozent). Die darin enthaltenen Blue-Motion-Zulassungen dürften zum Großteil auf das Werk entfallen, da die meisten Privatkunden nach wie vor sechs Monate und länger auf ihr Spritspar-Auto warten müssen. Besonders deutlich zulegen konnte Renaults Billigauto Dacia Logan. Dank des neuen Kombi-Modells stiegen die Zulassungszahlen um 260, 9 Prozent. Neben den Kleinwagen legten auch die Neuzulassungen der SUVs (plus 12,9 Prozent) und der Sportwagen (plus 1,2 Prozent) zu. Hier konnte sich der Audi R8 auf Platz drei vorschieben, liegt mit 96 Auslieferungen aber noch deutlich hinter dem Segmentzweiten, dem Porsche 911 (254 Neuzulassungen).