München. Die Konkurrenz von AutoScout24 war zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Werkstattportal schon weiter und meldete die ersten positiven Zahlen. Dabei wollte Fairgarage den Kunden und Händlern eigentlich viel mehr bieten: Nicht nur einige spezielle Dienstleistungen, sondern das gesamte Portfolio einer Werkstatt, inklusive automatischer Preisberechnung und Vergleich. Vielleicht hatte sich das Team um Christian Hille damit zu viel vorgenommen, vielleicht bremste der Widerstand des ZDK, der kritisierte, solche Portale heizten den Preiswettbewerb an und wollten dem Gewerbe an die dringend benötigte Werkstattmarge. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Fairgarage inzwischen an die DAT verkauft wurde, die den ZDK zu ihren Gesellschaftern zählt. Für Fairgarage bedeutet dies allerdings eine Sanierung durch Entkernung. Von der ursprünglichen Idee bleibt nur ein Teil. Der Preisvergleich fällt weg, die Internetseite soll künftig keine so große Rolle mehr spielen. Stattdessen sollen die Händler das Preisberechnungstool nun auf ihren eigenen Seiten nutzen können. Das findet auch die Zustimmung des ZDK.
FLOP 2013: Gescheitert an der Markteinführung
Die bundesweite Markteinführung des Werkstattportals Fairgarage kam und kam nicht, bis es offensichtlich zu spät war. Ursprünglich hatte das Startup United Vehicles sein Werkstattportal schon im Herbst 2012 in ganz Deutschland ins Rennen schicken wollen. Doch auch im Sommer 2013 konnte man bei den Münchnern noch keinen konkreten Termin dafür nennen.