München. „Wir testen im Moment programmierte Flüge auf Werksgeländen“, sagt er. Künftig sollen diese Lastenflieger kleine Boxen autonom durch große Hallen bringen können – den Weg weist ihnen ein Algorithmus. Automobilhersteller und Zulieferer haben bereits ihr Interesse an den fliegenden Helfern bekundet. „Die Logistikbranche ist ein großer Markt. Kurze Wege können Drohnen mit kleinen Lasten schnell und problemlos fliegen. Und es spart viel Geld. Bei Engpässen kann man sie so programmieren, dass sie gleich auf Reserveteile zurückgreifen“, sagt Strauch. Auch die chinesische Firma DJI setzt auf Drohneneinsätze in der Industrie. DJI bietet Kameradrohnen an und sieht sich in dieser Sparte als Marktführer. „Für Unternehmen sind unsere Drohnen interessant, weil sie die Überwachung von Werksgeländen aus der Luft übernehmen können. Fest installierte Kameras braucht man dann nicht mehr“, sagt DJI-Manager Martin Brandenburg. In den USA setzt sich diese Form der Überwachung immer stärker durch. „Es spart Geld und Zeit und ist viel flexibler.“
Drohnen
Fliegende Helfer für Logistik und Sicherheit
Mit Drohnen Pakete zustellen – das ist die Vision von Post und Online-Händlern wie Amazon. Doch für unbemannte, autonom agierende Flugobjekte gilt in Deutschland auf Freiflächen derzeit ein Verbot. Anders sieht es in großen Werkshallen oder Lagerhäusern aus. „Da ist es ziemlich einfach, mit Drohnen einzelne Teile von A nach B zu befördern“, sagt Phillip Strauch von Service-Drone, einem Berliner Drohnenbauer.