San Juan/ Puerto Rico. Mindestens die gleiche Größenordnung erwartet Schwarzenbauer vom neuen Mini, intern F56 genannt, der Mitte März zu den Händlern kommt und zunächst als Cooper ab 19.700 Euro angeboten wird. BMW investierte in seine britischen Fertigungsstätten rund 900 Millionen Euro und stellte 1000 Mitarbeiter ein. Der Mini wurde von Grund auf neu konzipiert, auch wenn er optisch stark dem Vorgänger ähnelt. „Ein Mini muss von 100 Metern eindeutig als Mini erkennbar sein“, sagt Designchef Anders Warming. So behielt auch das neue Modell seine typischen Elemente: große Räder, kurze Überhänge, schwebendes Dach, Kulleraugen- Scheinwerfer. Gleiches gilt im Cockpit. Hier dominiert in der Mitte des Armaturenbretts weiter das pizzagroße Rundinstrument, übernimmt aber nur noch die Funktionen Multimedia, Navigation und Infotainment. Der Tacho selbst wanderte hinters Lenkrad. Weiterer Blickfang im Cockpit ist ein rot leuchtender Kippschalter. Damit erweckt der Fahrer Motoren zum Leben, die einem neu entwickelten modularen Baukasten entstammen. Sie haben als Diesel wie als Benziner einheitlich Hubräume von 0,5 Liter pro Zylinder, verfügen über Direkteinspritzung, variable Nockenwellensteuerung, vollvariable Ventile und Turbo-Technologie. Während im Cooper künftig der 1,5-Liter- Dreizylinder-Benziner B38 mit 136 PS zum Einsatz kommt, arbeitet im Cooper S der Zweiliter- Vierzylinder N48 mit 192 PS. Er löst den alten 1,6-Liter-Motor ab, der in Zusammenarbeit mit PSA Peugeot Citroën entstand. „Die neue Motorengeneration verbraucht bis zu 27 Prozent weniger Kraftstoff“, sagt Entwicklungsleiter Fritz Steinparzer. Für den Cooper gibt BMW einen Normwert von 4,5 Litern an. Auch als Diesel fährt der Mini fortan mit drei Zylindern. Den 1,5-Liter-Selbstzünder (B37) gibt es mit 95 und 116 PS, der Normverbrauch liegt bei 3,4 beziehungsweise 3,5 Litern. Gefertigt werden die Aggregate derzeit im Stammwerk in München und bei Magna Steyr in Graz.
Erfolgsgeschichte Mini
Fescher Frauenschwarm
Die Marke Mini hat mit ihrem Retrodesign eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Von den ersten beiden Generationen (R50 und R56) wurden in Oxford 2,5 Millionen Einheiten gebaut. 80 Prozent davon gingen in den Export in über 100 Länder. Im vergangenen Jahr erreichten die bayerischen Briten einen Rekordabsatz von 305.030 Einheiten, davon 128.478 klassische Hatchback-Modelle. „Und dies trotz eines schwachen Europa, trotz des Endes im Lebenszyklus, trotz fehlender Kompensationsländer wie zum Beispiel China“, sagt BMW-Vertriebschef Peter Schwarzenbauer.