München. Ein typisches Fahrzeug der Kompaktklasse mit Vollausstattung ist gegenüber einem zehn Jahre alten Vergleichsmodell lediglich 4,5 Kilogramm schwerer. Der Grund für das verhältnismäßig geringe Mehrgewicht: Die vielfältigen Assistenzsysteme benötigen relativ wenig Hardware- Komponenten oder greifen auf ohnehin bereits vorhandene Technik zurück – den Rest erledigt dann die Software. So wiegt beispielsweise ein vom Gesetzgeber vorgeschriebenes ESP-Basisgerät rund 1,6 Kilogramm, ein Radar- und ein Videosensor jeweils ein halbes bis ein Kilogramm, und Ultraschallsensoren liegen bei weniger als einem Kilogramm. Für ein üppig ausgestattetes Radio-Navigationssystem können im Vergleich zu einem Standardradio zusätzlich 1,5 Kilogramm hinzukommen. Da die meisten Fahrerassistenten an leistungsfähige Bussysteme angeschlossen sind, ist der Ballast durch zusätzlich benötigte Kabel praktisch zu vernachlässigen.
Fahrerassistenzsysteme sind Leichtgewichte
Die Fahrzeughersteller ringen bei ihren Modellen um jedes Kilogramm Gewichtsersparnis. Und gerade den elektronischen Assistenzsystemen wird vielfach unterstellt, sie würden der Fahrzeugdiät entgegenwirken und für deutlich mehr Gewicht sorgen. Ein Irrglaube, wie Zahlen des Zulieferers Bosch belegen.