Berlin. Die Ära der "Vereinigten Hüttenwerke" sei für Toyota in Berlin nun vorbei, scherzte Detlef Slupinski, Geschäftsführer der Motor Company Fahrzeugvertriebsgesellschaft (MCF), die Ende Mai nach einem Jahr Bauzeit ihre neue Unternehmenßentrale in Berlin-Reinickendorf eröffnen wird. Das 1976 gegründete Autohaus hat mittlerweile acht Betriebe und 300 Mitarbeiter in Berlin und Brandenburg. Auf rund 10.000 Quadratmetern wurde in der Ollenhauerstraße ein Neubau für die Marken Toyota und Lexus errichtet. Knapp zehn Millionen Euro investierte MCF in das Autohaus, davon mussten nur 28 Prozent finanziert werden. "Wir haben fleißig gespart", betont Slupinski, der die MCF-Gruppe gemeinsam mit Eduard Witthohn und Liane Hahn führt.
2009 will die MCF in der Ollenhauerstraße etwa 600 Toyota und 100 Lexus absetzen. 2007 verkaufte das Familienunternehmen - laut Slupinski eine "Besonderheit im niederlassungsgeprägten Berliner Umfeld" - 3150 neue und 2400 gebrauchte Fahrzeuge. Der Umsatz lag bei 95 Millionen Euro. In Berlin ist MCF mit 61 Prozent aller Toyota-Verkäufe Marktführer vor der Levy-Gruppe (27 Prozent) und der Wellergruppe (zwölf Prozent). Dass dies so bleiben soll, daran lässt Slupinski keinen Zweifel: Sein Ziel sind "zwei Prozent aller von Toyota Deutschland verkauften Neuwagen".