Wolfsburg. Volkswagen forciert die Entwicklung einer neuen Kleinwagen-Generation mit Heckmotor. Wie Automobilwoche aus dem VW-Management erfuhr, lässt Konzernchef Martin Winterkorn für die „New Small Family“ (NSF) nun auch einen Ableger mit vier Türen prüfen. Mit dem unter dem Werkscode „F 07“ geführten Projekt will Volkswagen preisgünstige Konkurrenzmodelle wie den Aygo von Toyota angreifen, die auf Wunsch als Viertürer zu haben sind. Darüber hinaus werden derzeit die Marktchancen eines intern auch als „Nano-Bus“ bezeichneten MPV (Multi Purpose Vehicle in der Art eines vielseitigen Minivans) auf der neuen Kleinwagen-Plattform analysiert. Zudem könnte eine Cabriolet-Version aufgelegt werden.
Zu den Kunden kommt der heckgetriebene Mini-VW „voraussichtlich erst 2011“, so ein Insider in der Automobilwoche. „Jeder frühere Termin wäre eine überaus sportliche Aufgabe.“ Als Zielpreis des Viersitzers für westliche Märkte gelten „knapp 8000 Euro“. Eine technisch schlichtere Basisversion für Schwellenländer soll 2.000 Euro weniger kosten. Trotz einer Länge von nur rund 3,35 Meter soll das „Innenraum-Package das Raumgefühl des früheren Lupo“ bieten“, sagte ein Kenner des Lastenhefts. Der 2005 vom VW Fox abgelöste Lupo war 3,53 Meter lang. Der viertürige Vertreter der „New Small Family“ würde etwa 3,55 Meter messen. Einen Ausblick auf das Heckmotor-Konzept gibt eine 3,45 Meter lange NSF-Studie, die VW auf der IAA präsentiert. „Auffällig sind die extrem kurzen Überhänge“, so ein VW-Manager, der das hell lackierte Exponat mit zwei Türen schon gesehen hat.