Gaydon. Der 63-jährige Ziebart soll vor allem die Elektronik-Kompetenz der britischen Luxusmarken stärken und die Elektrifizierung des Antriebsstrangs vorantreiben. „Elektrifizierung und Hybridisierung werden immer wichtiger“, sagt Speth. Ziebart hatte Infineon zu einem wichtigen Zulieferer für Apples iPhone gemacht, nach seinem Ausscheiden bei der ehemaligen Siemens-Tochter 2009 die Sportwagenmarke Artega geleitet und dort einen Elektrosportwagen entwickelt. Er war bis zum Jahr 2000 in der Entwicklung von BMW tätig, zuletzt als Entwicklungschef, musste das Unternehmen aber wegen Querelen bei der Trennung von Rover verlassen. Danach hatte er unter anderem für Continental gearbeitet. Mit Ziebart geht ein weiterer ehemaliger BMW-Manager zu Jaguar Land Rover. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Wolfgang Stadler, Leiter des BMW-Werks in Dingolfing, Produktionschef bei den Briten wird. Speth selbst hat 20 Jahre bei BMW gearbeitet. Wolfgang Epple, bisher Produktlinienleiter bei Jaguar Land Rover, wird künftig den Bereich Forschung und Technologie verantworten. Bob Joyce, zehn Jahre verantwortlich für den Bereich Technik, soll in Zukunft für die Produktentwicklung zuständig sein.
Ex-Infineon-Chef Ziebart leitet JLR-Entwicklung
Mit Wolfgang Ziebart rückt ein weiterer ehemaliger BMW-Manager in den Vorstand von Jaguar Land Rover (JLR). Der ehemalige Chef des Chip-Herstellers Infineon, bis 2000 Entwicklungschef bei BMW, hat seine Position bei der britischen Tata-Tochter bereits am 1. Juli angetreten. „Das ist eine einmalige Gelegenheit, einen solchen Fachmann für unser Unternehmen zu gewinnen“, sagt Ralf Speth, Vorstandsvorsitzender von Jaguar Land Rover. Ziebart bringe großes Know-how im Bereich Elektrik und Elektronik mit.