Spartanburg. Heimat der X-Modelle bleibt Spartanburg, wo auch X3, X4, X5 und ab 2016 zusätzlich der X7 produziert werden. BMW investiert bis dahin rund eine Milliarde Dollar in den Kapazitätsausbau. „Sie soll um 50 Prozent von 300.000 auf 450.000 Einheiten pro Jahr ansteigen“, sagt Werkleiter Manfred Erlacher. Die US-Fabrik wird damit größter Produktionsstandort von BMW weltweit. Optisch bleibt sich der X6 weitgehend treu, er fährt aber etwas weniger machohaft vor. Das Dach fällt hinten sanfter ab, das Heck wirkt weniger wuchtig. Es gibt ihn weiterhin weder als Vierzylinder noch als Hybrid und ausschließlich mit Allradantrieb. Einstiegsdiesel bleibt der X6 30d mit 258 PS für 65.850 Euro. Er soll mit sechs Litern 19 Prozent weniger verbrauchen und dürfte erneut das Volumenmodell in Europa werden. Die Speerspritze bildet der M50d mit 381 PS. Für kommendes Frühjahr steht der X6 M auf dem Plan. Noch immer fährt der X6 allein in seinem Segment. Mercedes und Audi entwickeln aber bereits Konkurrenzmodelle.
Neuer BMW X6
Etwas weniger Machismo, deutlich weniger Durst
Der BMW X6 teilt die Autokäufer in zwei Fraktionen: Die einen finden ihn cool, die anderen protzig und provokant. In Deutschland erfährt er häufig Ablehnung, doch in vielen anderen Ländern – vor allem den USA und China – ist die Begeisterung für das SUV-Coupé so groß, dass BMW im US-Werk Spartanburg kaum mit der Produktion nachkommt. Über 260.000 Einheiten liefen seit dem Debüt 2008 vom Band. Im vergangenen Jahr waren es 36.688, was gut einem Drittel des X5-Absatzes entspricht.