Stuttgart. Wenn Porsche am 24. Februar den modellgepflegten Geländewagen Cayenne präsentiert, werden in vielen Schauräumen die Sektgläser klingen. Die Händler der Sportwagenmarke können wieder auf volle Auftragsbücher anstoßen - vor allem die Topversion der SUV-Baureihe, der 500 PS starke Turbo, ist in Deutschland für 2007 trotz des Grundpreises von 108.617 Euro vielerorts schon jetzt ausverkauft.
Das Objekt der Begierde hingegen übt sich in - relativer - Enthaltsamkeit: Wie den Turbo hat Porsche auch die Typen Cayenne S (385 PS, 66.610 Euro) und Cayenne (290 PS, 51.735 Euro) auf Motoren mit Benzindirekteinspritzung umgestellt. Damit, so hofft der Hersteller, sind im Vergleich zum 2002 eingeführten Vorgänger beim Kraftstoffkonsum "Einsparungen bis zu 15 Prozent" möglich. Stammkunden werden dies dankbar annehmen: Mit oftmals über 20 Liter pro 100 Kilometer gaben sich die schweren Allradmobile von Porsche - zulässiges Gesamtgewicht rund drei Tonnen - vormals so durstig, dass die Absatzzahlen auch auf dem wichtigen US-Markt zuletzt dramatisch zurückgegangen waren.
Interessenten, die sich von den Trinksitten des als Turbo bis zu 275 km/h schnellen Fünfsitzers noch immer ernüchtert zeigen, will Porsche zum Jahreswechsel 2008/2009 ein neues Angebot unterbreiten: Mit innovativer Hybridtechnik setzen die Schwaben den Cayenne weiter auf Entzug.