Stuttgart. Mit der Übernahme von fünf Autohäusern des börsennotierten britischen Autohändlers Pendragon expandiert die Emil-Frey-Gruppe, Nummer eins der Top-50-Händler in Deutschland, im Bereich der Marken Jaguar, Land Rover und Aston Martin. Der Deal beschert dem Schweizer Handelsriesen fünf Betriebe in Frankfurt, Kronberg, München (2) und Starnberg. Damit verkauft Frey Jaguar und Land Rover nun in acht deutschen Autohäusern, Aston Martin in drei. Jaguar und Land Rover werden künftig unter "Avalon Premium Cars GmbH" exklusiv geführt, die Aston Martin-Aktivitäten firmieren als "AM Automobile GmbH".
"Wir sehen die Übernahme sehr positiv", erklärt Jeffrey L. Scott, Chef von Jaguar und Land Rover Deutschland. "Frey kann mehr Synergien nutzen und so profitabel arbeiten." Bei Pendragon habe es kaum Kommunikation zwischen den Autohäusern gegeben. Pendragon-CEO Trevor Finn klagte darüber, dass mit den Betrieben kein Geld zu verdienen sei.
Avalon Premium Cars soll laut Scott in diesem Jahr zwölf Prozent des geplanten Jaguar-Volumens (3500 Autos) und neun Prozent der Land Rover-Verkäufe (9000 Fahrzeuge) bestreiten.
Emil Frey vertreibt in Deutschland an rund 70 Standorten 16 Marken, 2006 wurden insgesamt 63.000 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge verkauft. Für Subaru und Hyundai agiert das Unternehmen als Importeur. Die britische Handelsgruppe Pendragon verfügt über rund 380 Betriebe, davon neun in den USA. 95 Prozent des Umsatzes (2006: 7,5 Milliarden Euro) generieren die Briten auf dem Heimatmarkt. Der Verkauf der Avalon-Betriebe beendet den Anfang der 90er-Jahre gestarteten Versuch, in Deutschland Fuß zu fassen.