Stuttgart. Gerhard Schürmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Emil Frey AG, gibt beim Pkw-Vertrieb nach Möglichkeit exklusiven Markenfilialen den Vorzug. "Stand-alone ist eigentlich das Beste", sagt Schürmann - obwohl Frey im frisch renovierten Stuttgarter Stammhaus der Schwabengarage mittlerweile zwölf Marken unter einem Dach vertreibt. "Dort mussten wir uns überlegen, die Kapazitäten mit weiteren Marken aufzufüllen - oder für Ford einen völlig neuen Standort zu suchen", erklärt Schürmann. Mit der jetzigen Lösung hat man in der zentralen und teuren Innenstadtlage vor allem Marken mit geringeren Stückzahlen wie Hyundai und Subaru untergebracht, für die sich kein eigener Betrieb rechnen würde. "Für Aston Martin suchen wir allerdings einen eigenständigen Standort in Stuttgart", ergänzt Schürmann. Auch der Toyota-Vertrieb werde weiterhin eigenständig bleiben, da die Marke laut Schürmann "mit rund 1000 Fahrzeugen pro Jahr" einen exklusiven Vertrieb betriebswirtschaftlich rechtfertige. Vorteil: Die Verkäufer können sich auf ein Produktportfolio konzentrieren - und die Kunden ebenfalls. Doch auch außerhalb Stuttgarts expandiert die Frey-Gruppe. Nach der Übernahme der defizitären Avalon-Betriebe (Jaguar, Land Rover, Aston Martin) von der Pendragon-Gruppe hat nun das Kartellamt dem Zukauf des Autohauses Reichstein von der Deutschen AutohandelsHolding zugestimmt. "Das Teilegeschäft haben wir zum 1. Oktober übernommen, der Fahrzeugvertrieb folgt einen Monat später", bestätigt Schürmann. Möglicherweise bekommt der Ford-Handelsbetrieb im württembergischen Heidenheim nun den Namenszusatz "Schwabengarage".
Schürmann: "Stand-alone ist eigentlich das Beste" - Reichstein-Akquise vom Kartellamt genehmigt