Hildesheim. Es war Liebe auf den ersten Blick, als Dörte Eimers-Klose in ihrem Physikstudium zum ersten Mal mit Halbleitern zu tun bekam – und dieser Liebe ist sie treu geblieben: Nach einer ersten Station in der Halbleiterentwicklung bei Philips -Mitte der 80er-Jahre wechselte sie 1989 in die Entwicklung der Halbleiter von Bosch. „Diese kleinen Chips finden sich in fast allen elektrischen Geräten, auch im Auto. Und wenn man dann auch noch Freunden sagen kann, ‚die kommen von uns‘, ist das ein tolles Gefühl“, sagt Eimers-Klose.
Einzelkämpferinnen braucht es nicht
Neben den Halbleitern, ihren Einsatzmöglichkeiten im Fahrzeugbau und speziell auch im Bereich der Vernetzung hat sich Eimers-Klose in ihrer Karriere mit Fragen zur Weiterbildung, Führung und dem Change Management auseinandergesetzt. Heute profitiert sie von diesen Erfahrungen. „Wir sehen uns als Gestalter des Fahrzeuginnenraums, der immer digitaler und vernetzter und zunehmend zur dritten Lebensumgebung wird“, sagt sie. Um das bestmöglich zu erreichen, setzt Eimers-Klose auf internationale und interkulturelle Teams. „Als ich vor vielen Jahren angefangen habe, gab es so was noch nicht“
Die 58-Jährige gehört heute zum Bereichsvorstand von Bosch Car Multimedia. In ihrem Bereich setzt sie gerne internationale und interkulturelle Teams ein. Und sie kümmert sich persönlich um Frauen bei Bosch. „Mittlerweile bin ich in einer Position, in der ichErfahrungen weitergeben kann. Denn Frauen müssen keine Einzelkämpferinnen mehr sein. Die Zeiten sind glücklicherweise vorbei.“
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