Detroit. Der Diesel hat es schwer in Amerika. Das galt schon vor dem VW-Skandal. Zu stark wurden nach dem Desaster der 80er-Jahre mit berstenden GM-Motoren, verstopften Rußfiltern und brennenden Autos die Nachteile der Selbstzünder thematisiert. "Nur Gear Heads fahren hier Diesel. Das ist ähnlich wie bei den Kombis, auch dort sitzen Freaks hinterm Lenkrad", sagt ein GM-Manager.
Die deutschen Hersteller dominieren den US-Dieselmarkt mit einem Anteil von 95 Prozent. Klar vorneweg: VW. Doch derzeit herrscht Stillstand. VW-Chef Matthias Müller ordnete im November einen Diesel-Verkaufstopp an. Wie reagieren die anderen Hersteller? Verzeichnen sie Absatzrückgänge? "Nein", sagt BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich. Der bayerische Autobauer hat sieben Dieselmodelle im Programm. Alle fahren mit Harnstoffeinspritzung (AdBlue-Technik).