Bonn. 2012 war ein schlechtes Jahr für die Reifenbranche. "Wir konnten das Niveau von 2011 nicht halten“, sagte Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Reifenhändlerverbands BRV, der Automobilwoche. Er geht von insgesamt 44,3 Millionen verkauften Reifen aus, ein Minus von 10,1 Prozent. Bei den Sommerreifen ging es sogar um 12,8 Prozent auf 21,5 Millionen nach unten, bei den Winterreifen steht auf Grundlage vorläufiger Zahlen ein Minus von 7,3 Prozent auf 22,8 Millionen. Allerdings seien hier die Preise deutlich unter Druck geraten, sagt Drechsler, bei den Sommerreifen stiegen sie hingegen. Eine aktuelle BRV-Umfrage zum Zeitraum Januar bis November, die der Automobilwoche vorliegt, ergab bei den Winterreifen einen durchschnittlichen Preisrückgang um 3,4 Prozent, Sommerreifen wurden hingegen 3,4 Prozent teurer.
Laut Umfrage sank der Umsatz der Reifenfachhändler in den ersten elf Monaten 2012 im Schnitt um 6,4 Prozent, der Rohertrag um 3,3 Prozent. Genaue Gründe für den Rückgang könne man noch nicht nennen, der schwache Ersatzbedarf könnte aber einer geringeren Laufleistung der Autos geschuldet sein, vermutet Drechsel. Einen kleinen Lichtblick für die Branche gab es allerdings auch 2012: Das Geschäft mit den teureren Offroadreifen zog dank immer mehr SUVs auf Deutschlands Straßen um 5,5 Prozent an. Der Wintereinbruch im Dezember habe außerdem dazu beigetragen, dass das Jahr nicht noch schlimmer geworden sei, sagt Drechsler. "Aber 14 Tage retten nicht das Gesamtergebnis“, so der BRV-Geschäftsführer. Hoffnungsvoll geht Drechsler dagegen ins Jahr 2013: Er rechnet mit einem Plus von sechs Prozent bei den Verkaufszahlen.Ein schlechtes Jahr für den Reifenhandel
2012 war ein schlechtes Jahr für die Reifenbranche. "Wir konnten das Niveau von 2011 nicht halten“, sagte Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Reifenhändlerverbands BRV, der Automobilwoche. Er geht von insgesamt 44,3 Millionen verkauften Reifen aus, ein Minus von 10,1 Prozent.