Herr Moers, wie charakterisieren Sie die DNA von AMG?
Für mich ist die AMG-DNA eine Mischung aus Fahrdynamik, Präzision und überlegenen Fahrleistungen. Ein typischer AMG bietet Fahrspaß auf der Rennstrecke, beherrscht sein Tagesgeschäft auf der Fahrt ins Büro und hat den AMGtypischen hoch emotionalen Sound. Und: Ein AMG-Modell hat immer den Anspruch, in seinem Segment Maßstäbe zu setzen.
Die Fahrzeugentwicklung geht immer mehr in Richtung Elektrifizierung, etwa bei der Plug-in-Hybrid- Technologie. Ist es vorstellbar, dass auch AMG E-Autos und Plug-in-Hybride anbieten wird?
Wir haben auf diesem Gebiet mit dem SLS AMG Electric Drive einen Meilenstein gesetzt – ein Supersportwagen, der mit vier radselektiven E-Antrieben die Nordschleife am Nürburgring in Bestzeit umrundet hat. Zudem stehen wir im steten Austausch mit unseren Formel-1-Kollegen von Mercedes- AMG High Performance Powertrains. Also ist uns die Hybrid- Technologie absolut nicht fremd und ihr Einsatz durchaus auch in einem AMG denkbar. Jedoch muss die Umsetzung ein stimmiges Gesamtkonzept beschreiben und in unsere Strategie als Sportwagenund Performance-Marke passen.
Welchen Anteil am Umsatz und welchen Stellenwert hat die Individualisierung?
Das AMG Performance Studio steht bei uns für alle Individualisierungsangebote. Im Performance Studio ist man es gewöhnt, auch auf ausgefallene Wünsche einzugehen und diese in AMG-Perfektion umzusetzen. Individualisierung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Portfolios. Für unseren neuen AMG GT bieten wir elf Außenfarben und Interieur-Ausstattungen an.
Wo sehen Sie AMG in fünf Jahren?
Wir arbeiten täglich daran, unser Markenversprechen „Driving Performance“ einzulösen. Hierfür schärfen wir unser Profil als die Performance- und Sportwagenmarke von Mercedes-Benz, was wir mit unserer aktuellsten Eigenentwicklung, dem AMG GT, einmal mehr unter Beweis gestellt haben. Aber ausruhen gehört nicht zur AMG-DNA. Wir haben uns hohe Ziele gesetzt und bleiben auf dem Gas.