München. Zwar stammt der GT aus demselben Baukasten. Doch bei elf Zentimetern mehr Randstand und 20 Zentimetern mehr Länge sind außen nur Spiegel und Türgriffe identisch. Innen liegen die Unterschiede vor allem im Fond: Dort bietet der GT eine bequemere Sitzbank und dahinter einen größeren Kofferraum mit 520 bis 1600 Liter Volumen. Gedacht sei der dritte Dreier vor allem für Familienmenschen, die ein praktisches Auto fahren wollen, das nicht nach Familienkutsche aussieht, sagt Projektleiter Martin Delitz. Außerdem ziele er auf ältere Kunden, die den guten Überblick und den bequemen Einstieg schätzen. Für sie hat Delitz ein Konzept entwickelt, „das es heute so nicht im Markt gibt“. Das hat Tradition: „Genau wie der Dreier Touring 1987 schafft sich nun auch der GT sein Segment selbst“, so Diess. „Auch für die gleichmäßige Verteilung auf die verschiedenen Märkte spielt der Dreier GT eine wichtige Rolle“, merkt der BMW-Entwicklungsvorstand an – und schielt dabei vor allem nach Amerika und Asien. Seine Prognose stützt Diess auf die Erfahrungen mit dem großen Bruder: Weltweit kommt der auf einen Produktionsanteil von zehn Prozent. In China tragen sogar bereits vier von zehn Fünfern das GT-Kürzel am wuchtigen Heck.
"Dreier GT schafft sich sein Segment selbst“
Rund 400.000 Zulassungen im vergangenen Jahr – damit bleibt der Dreier für Entwicklungsvorstand Herbert Diess „das Rückgrat der Marke BMW“. Deshalb spielt er auch bei den Wachstumsplänen der Bayern eine große Rolle und bekommt nun einen dritten Ableger: Wie beim Fünfer bringt BMW im Juni auch beim Dreier einen GT. Er kostet mindestens 36.150 Euro und ist damit 1800 Euro teurer als der vergleichbare Touring der Baureihe.