London. Künftige Ford- und PSA-Modelle der oberen Mittelklasse werden von einem neu konstruierten Vierzylinder-Diesel angetrieben, von dem es eine Version mit zwei parallel arbeitenden Turboladern geben wird. Der 170 PS starke Selbstzünder wurde von den Kooperationspartnern gemeinsam entwickelt und wird im PSA-Werk Trémery gebaut. Dort waren Investitionen von 54 Millionen Euro nötig. Für die Entwicklung des 2,2-Liter-Motors wurden 127 Millionen Euro ausgegeben. Insgesamt belaufen sich die Kosten für Entwurf und Produktion auf 212 Millionen Euro.
Ein Partikelfilter gehört bei dem neuen Aggregat zur Serienausstattung. Doch PSA-Vorstandsvorsitzender Jean-Martin Folz glaubt, dass "Partikelfilter nicht länger ein bedeutendes Thema sind". Vielmehr ginge es nun darum, den CO2-Ausstoss zu verringern. Im Vergleich zu den bisherigen Zweiliter-Dieselmotoren soll die neue Generation bis zu 20 Prozent weniger CO2 emittieren -- bei gleichzeitig gestiegener Leistung.
Zunächst wird der Citroën C6 mit dem Turbodiesel ausgerüstet werden. Marken-Chef Claude Satinet hatte bereits auf der IAA einen Vierzylinder-Diesel für das neue Top-Modell als Ergänzung zu den beiden V6-Motoren angekündigt. Ford will den neuen Selbstzünder auch im nächsten Galaxy anbieten.