Chattanooga. Eine hohe Lokalisierungsquote, also möglichst viele Teile aus den USA, war eines der wichtigsten Ziele, die bei der Entscheidung zum Bau des neuen VW-Werks in Chattanooga definiert wurden. So lassen sich Risiken durch sich verändernde Wechselkurse ausschließen und gleichzeitig die Kommunikation mit den Zulieferern verbessern. Etwa bei Problemen mit der Qualität von angelieferten Teilen kann durch den direkten Kontakt vor Ort leichter eine schnelle und für beide Seiten befriedigende Lösung gefunden werden. Deshalb wurde auch rund um das Werk ein Zuliefererpark errichtet. Doch so richtig hat die Werbung der Wolfsburger um Teilelieferanten noch nicht gegriffen: Erst sechs Unternehmen haben sich in unmittelbarer Nähe der Fabrik niedergelassen. Elf weitere lassen ihre Teile derzeit noch aus Detroit anliefern. Dabei haben die Zulieferer in Chattanooga durchaus positive Erfahrungen gemacht.
Die Magna- Tochter Chattanooga Seating Systems (CSS) etwa hatte sich 2009 als Lieferant beworben, zunächst aus einem Werk in der Nähe von Chattanooga. Als dann der Auftrag vergeben wurde, zog CSS in den Volkswagen-Supplier-Park. Seitdem produziert man nur wenige Meter vom Einbaupunkt just in time. "Nach Abruf des Produkts durch den Kunden haben wir fünf bis sechs Stunden Zeit, die richtigen Sitze zu bauen und diese in der richtigen Reihenfolge an den richtigen Abgabepunkt zu liefern“, erklärt Ray Wells, Operations Manager bei CSS. "Das muss alles in der richtigen Sequenz, zur richtigen Zeit und in der richtigen Qualität dort ankommen.“