Hamburg. „Unsere Heimat war und ist die Fachwerkstatt.“ Nils Blunck, Geschäftsführer der Anfang des Jahres gegründeten Veedol Deutschland GmbH, gibt die Marschrichtung für die Wiederbelebung der traditionsreichen Ölmarke vor. Vor rund zehn Jahren hatte sich die Muttergesellschaft BP von Veedol getrennt. Damals musste sich die Marke innerhalb des Konzerns gegen drei Wettbewerber behaupten: Castrol, BP und Aral.
Seit 2011 gehört Veedol zur indischen Tide Water Oil Company, die in Indien bereits seit 1928 Veedol-Schmierstoffe produziert und vertreibt. Hierzulande will Geschäftsführer Blunck, zuvor in Diensten des Shell-Konzerns, an das frühere Image anknüpfen und Veedol als Premiummarke am Markt neu aufbauen: „Wir konzentrieren uns ganz auf den Werkstatt-Profi.“ Vertriebsleiter Dietmar Neubauer, der von Fuchs Europe Schmierstoffe kommt, will die Ölmarke in Deutschland ausschließlich über den Fachhandel vertreiben. „Es wird Veedol weder in Bau- oder Supermärkten noch im Internet geben“, kündigt Geschäftsführer Blunck an.
Den Fachwerkstätten biete man neben den Schmierstoffprodukten auch Konzepte zur Unterstützung des Ölgeschäfts im Kfz-Betrieb. Die bisherige Resonanz im deutschen Markt sei vielversprechend, viele Großhändler und Werkstätten hätten nach wie vor eine starke Bindung an die Marke Veedol – einer, erzählt Blunck, habe gar von der „Rückkehr einer Legende“ gesprochen. Mittlerweile hatte die „Legende“ ihr Comeback auch auf einer legendären Rennstrecke: Im Juli stieg Veedol im Rahmen der Langstrecken- Meisterschaft am Nürburgring erstmals wieder bei zwei Teams ein. „Wir gehen“, so Vertriebsleiter Neubauer, „in kleinen Schritten an den Start.“