Stuttgart. Sein Sorgenkind, die 2011 erworbene Hug-Gruppe, steuerte der Konzernlenker mittlerweile auf einen ertragreichen Kurs. Dabei profitierte der Schweizer Spezialist für Abgasreinigung von der stark steigenden Nachfrage nach seinen Produkten im Nachrüstgeschäft für schwere Lkw in den USA sowie bei Binnenschiffen. So sprang der Umsatz auf 57,6 Millionen Euro (Vorjahr: 36,6 Millionen). Damit verbesserte Hug das Ergebnis vor Ertragsteuern deutlich auf 12,9 Millionen Euro. Dieser Sanierungserfolg verbesserte auch das Gesamtergebnis der Firmengruppe spürbar. Der Jahresüberschuss wuchs kräftig auf 105,4 (85,7) Millionen Euro. Das Plus ermöglicht es erneut, die Dividende für die Aktionäre anzuheben: Es sollen 50 statt 45 Cent ausgeschüttet werden. Der Umsatz im Berichtsjahr 2013 wuchs um 4,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Der Auftragseingang kletterte um 15,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und erreichte das Niveau eines ganzen Jahresumsatzes. Der Auftragsbestand von 595,4 Millionen Euro lastet die Kapazitäten für die 6712 (6263) Mitarbeiter rund sechs Monate aus.
ElringKlinger will in Asien wachsen
Die Musik spielt in Fernost
Zulieferer ElringKlinger setzt 2014 sein Wachstum über den Weg der Globalisierung zügig fort. Weil Firmenchef Stefan Wolf und sein Team davon ausgehen, dass die Märkte in Europa und Nordamerika lediglich moderate Erholungstendenzen zeigen werden, erwartet Wolf in Asien mehr Dynamik für das angestrebte Wachstum. Daher errichtet ElringKlinger neue Fabriken in China, Korea sowie in Indonesien und verstärkt seine Aktivitäten auch in Thailand. Für die Württemberger „spielt die Musik nach wie vor in Fernost“, wie es Wolf formuliert.
Neue Technologie
Erstmals kombiniert ElringKlinger Metall-Innenhochdruckumformung mit der Spritzgusstechnik, wodurch eine signifikante Gewichtseinsparung möglich wird. Damit steigt der Konzern in den technologisch anspruchsvollen und stark wachsenden Markt für Karosserie- und Fahrwerkkomponenten in Leichtbauweise ein. Der Anlauf der Serienproduktion ist für 2015 geplant. Erwartet wird ein Umsatz von 120 bis 130 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren.