Braunschweig. Seit einigen Monaten sind auch Teile von Ford, Kia und Fiat im Angebot. „Der Anteil ist gering – aber steigend“, sagt Quary. Man sei in der Aufbauphase. Die gestiegene Kundenzahl erlaube es, die Touren besser auszunutzen, erklärt er. Zudem glichen die freien Werkstätten, die inzwischen 25 Prozent der etwa 500 Kunden ausmachen, einen Umsatzrückgang bei den Opel-Markenwerkstätten aus, für die 2013 ein schwieriges Jahr sei. Finanziell jedenfalls lohnt sich das Logistikgeschäft: „Es ist die Ertragsperle der Unternehmensgruppe“, sagt Quary. Insbesondere im Vergleich zum klassischen Autogeschäft sei es sehr profitabel. Einfach ist das Geschäft allerdings nicht. 63 verschiedene Tagtouren fahre man, teilweise treffen sich Fahrzeuge unterwegs und tauschen Teile aus. „Das ist schon sehr komplex.“ Auf der anderen Seite lohnt sich genaue Planung. Allein durch eine verbesserte Tourenabstimmung habe man die Effizienz um acht Prozent gesteigert, sagt Quary. Ein anderes Thema sei die Optimierung der Lager. „Je schneller wir packen, desto länger kann der Kunde noch bestellen, um das Teil noch am selben Tag zu erhalten.“ Da machten schon wenige Minuten einen deutlichen Unterschied. Das Hauptlager soll zum 1. Oktober von Braunschweig nach Hannover umziehen. Durch die neue Immobilie erwartet Quary eine Effizienzsteigerung um sechs Prozent. Bei einigen Touren seien das vier Minuten, die der Kunde länger bestellen könne, sagt er. „Das bringt einiges.“
Die komplexe Ertragsperle der Dürkop-Gruppe
Gut zwei Jahre ist es her, dass die Autohandelsgruppe Dürkop M + A Logistik vollständig übernommen hat. Seither hat Dürkop-Chef Stefan N. Quary einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag in den Spezialisten für Ersatzteillogistik gesteckt, zahlreiche freie Werkstätten als Kunden hinzugewonnen und die Produktpalette über Opel hinaus ausgebaut.