Metzingen. Der Mercedes GLK gehört in seinem Segment wohl zu den am meisten polarisierenden SUV, bedingt durch sein schon fast provokant eckiges Design. Wie viele Kunden sich durch dieses markante Outfit haben abschrecken lassen, darüber gibt es keine Statistik. Erfasst hat Mercedes aber alle Käufer. „Seit Markteinführung 2008 konnten die Stuttgarter weltweit immerhin 650.000 GLK absetzen. „Innerhalb unseres SUV-Portfolios ist der GLK der Bestseller“, sagt Vertriebsvorstand Ola Källenius. Gegenüber der Konkurrenz aber liegt man hinten. BMW (X3) und Audi (Q5) verkaufen besser.
Im September nun rollt der Nachfolger des GLK an den Start. Er ist nicht nur eine komplette Neuentwicklung mit deutlich runderem Design, sondern bekommt auch einen neuen Namen. Da das Modell auf der Architektur der C-Klasse W 205 basiert, wird aus GLK jetzt GLC. Die technische Verwandtschaft hat maßgeblichen Anteil auf das Gewicht. Trotz größerer Außenabmessungen – zwölf Zentimeter in der Länge und fünf in der Breite – schafften es die Entwickler, rund 80 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger herauszuholen. So besteht zwar die Karosserie im Wesentlichen noch immer aus Stahl, hat aber einen deutlich höheren Aluminium-Anteil als zuvor. Mercedes spricht von Hybrid-Bauweise.
Die Messlatte beim Komfort (Gelände wie Straße) will man durch die optionale Luftfederung – einzigartig im Segment – ein Stück höher legen. Zudem steht dem Fahrer serienmäßig eine Fahrdynamik-Regelung mit fünf unterschiedlichen Modi zur Verfügung.
Bei den Motoren greifen die Stuttgarter Autobauer auf Bewährtes zurück. Motto: Was gut für die C-Klasse ist, sollte auch bestens für den GLC passen. Zum Marktstart stehen vier Aggregate zur Verfügung. Alle sind mit Allradantrieb kombiniert. Volumenmotor in Europa wird in diesem Segment der 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 170 (GLC 200 d) oder 204 PS (GLC 250 d) sein. Es handelt sich hierbei allerdings noch um den betagten OM 651, nicht gerade bekannt für eine vorbildliche Laufkultur. Immerhin: Man konnte den Normverbrauch auf 5,0 Liter senken. Erst 2017 ist mit dem Nachfolgemotor OM 654 zu rechnen, der sein Debüt nächstes Jahr in der neuen E-Klasse W 213 haben wird.