München. Um ihre vernetzten Autos sicher zu gestalten, greifen die Hersteller immer häufiger auf das Wissen von Hackern zurück. „Wir sind mit unseren Maßnahmen sogar ein gutes Stück weiter, als von einigen Hackern gefordert wird“, sagt ein Daimler-Sprecher.
Denn am Rande der weltgrößten Hackerkonferenz Def Con in Las Vegas rief jüngst die Gruppe „I Am The Cavalry“ in einem offenen Brief zur engeren Zusammenarbeit der Automobilindustrie mit der Hackerszene auf. „Jetzt ist die Zeit, für gemeinsame Ziele am selben Strang zu ziehen“, heißt es in dem Brief.
An fünf Punkten macht die Gruppe fest, woran sich die Zusammenarbeit orientieren sollte. Unter anderem wollen die Hacker bei neuen Entwicklungen von Beginn an mitarbeiten, um früh Sicherheitslücken erkennen zu können. Zudem fordern sie die Hersteller auf, Infotainmentsysteme im Fahrzeug von kritischen Bereichen wie Bremssystemen zu trennen, sodass ein Angriff auf das Infotainmentsystem nicht zur Gefahr für Auto und Insassen werden kann.