München. Steigende Standards, neue Wettbewerber und die fortschreitende Digitalisierung: Das traditionelle Vertragshändlersystem gerät von allen Seiten unter Druck. Hersteller bauen ihre Netze um. Tendenz: weniger Vertragspartner, mehr Einheiten pro Händler.
Kleine Autohäuser bleiben da schnell auf der Strecke oder verzichten gleich freiwillig auf den Vertriebsvertrag. Neuwagen wollen die meisten aber trotzdem noch verkaufen – und nutzen andere Lieferquellen. Zum Beispiel Delta, den europäischen Pionier in der Online-Beschaffung von Neuwagen aller Marken.
Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz sieht sich nicht als klassischen Großhändler, sondern als "Vermittler im Sinn der europäischen Verordnung", bringt also Kfz-Betriebe, die im Kundenauftrag ein Auto suchen, mit dem Angebot autorisierter Händler zusammen. Etwa 30 bis 35 Prozent der Delta-Kunden in Deutschland sind ehemalige Vertragshändler.