Weinheim. Mit rund zwei Milliarden Euro ist Sealing Technologies die umsatzstärkste Geschäftsgruppe von Freudenberg. Im Jahr 2013 betrug der gesamte Umsatz der Freudenberg- Gruppe rund 6,6 Milliarden Euro. Etwa zwei Milliarden steuerte Sealing Technologies bei. Rund die Hälfte des Dichtungsumsatzes entfiel auf die Automobilindustrie. Zwar finden sich nach Möhlenkamps Schätzung 90 Prozent der Freudenberg-Dichtungen – pro Fahrzeug insgesamt 40 bis 60 – im klassischen Antriebsstrang. Die Elektrifizierung bereite ihm dennoch „gar keine Sorgen“, sagte er im Gespräch mit der Automobilwoche.
Produkte für die E-Mobilität
Im Elektrofahrzeug Chevrolet Volt sei der Zulieferer mit rund 600 Dichtungen pro Fahrzeug vertreten, etwa für die Batterien oder deren Kühlung. Auch der Nachfolger Chevrolet Bolt werde mit Dichtungen ausgestattet, sagte Möhlenkamp. Zudem verfüge man über einsatzreife Dichtungen für Brennstoffzellen-Stacks. Dass im Chevrolet Volt gut zehnmal so viele Freudenberg- Dichtungen stecken wie in klassischen Fahrzeugen, bedeutet allerdings keine Verzehnfachung des Umsatzes pro Fahrzeug. Wertmäßig, so Möhlenkamp, könnten die 600 Volt-Dichtungen etwa der Dichtungsausstattung eines Antriebsstrangs mit Verbrennungsmotor entsprechen. Optimal wäre daher für Freudenberg die weite Verbreitung von Hybridfahrzeugen. Dort kämen die Dichtungen sowohl im Antriebsstrang des Verbrennungsmotors als auch im Batteriesystem zum Einsatz.