TOP: Daimler hat nach dem Chrysler-Fiasko und dem krisenbedingten Absturz 2009 fast alle Hausaufgaben gemacht: Bereits in diesem Jahr wird der Pkw- und Nutzfahrzeughersteller einen operativen Gewinn von mehr als sieben Milliarden Euro einfahren. Im kommenden Jahr dürften die Stuttgarter den Höhenflug bei den Pkw fortsetzen und vor allem von der anziehenden Nachfrage nach Lkw und Transportern profitieren. Weil alle Sparten verschlankt wurden und die Gleichteile-Strategie immer stärker greift, wird die Profitabilität deutlich zulegen. Nur Smart dürfte weiter Verluste einfahren.
FLOP: Dagegen befindet sich Fiat auf der Verliererstraße. Der italienische Autohersteller, dessen Landmaschinen- und Lkw-Geschäft abgespalten wird, muss den Preis für die veraltete Produktpalette zahlen. Selbst der Bestseller Cinquecento kann diesen Makel kaum übertünchen. Zudem ist die Verschmelzung von Chrysler und Lancia riskant. Mit zahlreichen Problemen hat auch Renault zu kämpfen. Am schwersten wiegen dabei Versäumnisse bei wichtigen Technologien wie Downsizing und bei der Erschließung von lukrativen Absatzmärkten wie China und Nordamerika. Auch die Anleger sehen die Situation der Franzosen kritisch: 2010 war die Renault-Aktie unter den Papieren der großen Autobauer der schwächste Titel.