München. Eigentlich ist „Downsizing“, das Schrumpfen von Motoren, ein alter Hut. Bereits 1980 präsentierte BMW im 745i einen aufgeladenen Sechszylinder als Konkurrenz zur achtzylindrigen S-Klasse von Mercedes. Damals fehlte den Münchnern schlicht das Geld für einen eigenen V8. Ihr Turbo war zwar schnell, aber durstig. Sparsamkeit ist auch heute der Grund dafür, dass Motoren trotz steigender Leistung immer kleiner werden: Kleine Motoren sparen Gewicht, innere Reibung und damit Benzin oder Diesel.
In Zeiten explodierender Treibstoffpreise und scharfer CO2- Grenzwerte hat Effizienz oberste Priorität. So ersetzt im BMW 740i ein Sechszylinder-Turbo mit 326 PS den bisherigen V8. Trotz der Hubraumdifferenz von rund einem Liter leistet das neue Triebwerk 20 PS mehr und soll zudem 9,9 statt 11,2 Liter im EU-Zyklus verbrauchen. Den Achtzylinder- Diesel ersetzt ein Sechszylinder- Aggregat, das ebenfalls mehr leistet, aber weniger verbraucht. Den Stein ins Rollen brachte VW, als 2006 der Golf TSI vorgestellt wurde.