Stuttgart. Wenn Dieter Zetsche am 16. Februar erstmals als Konzernchef die DaimlerChrysler-Bilanzpressekonferenz leitet, wird ihm eine schlechte Nachricht nicht erspart bleiben: Der Umsatz des Konzern ist 2005 zwar voraussichtlich um vier Prozent auf rund 147 Milliarden Euro gewachsen. Aufgrund des schwächeren Euro entspricht das umgerechnet aber nur noch 173 Milliarden US-Dollar. Damit ist der Umsatz deutlich hinter Branchenprimus General Motors (192,3 Milliarden Dollar) und sogar Ford (178,1) zurückgefallen. Im Jahr 2004 hatte Daimler mit 192,3 Milliarden Dollar nur knapp hinter GM (193,5) gelegen. Nach internen Rechnungen und bereinigten Zinseffekten hatte sich Zetsches Vorgänger Jürgen Schrempp sogar auf Platz eins gesehen.
DaimlerChrysler beim Umsatz hinter Ford
Um die Bilanz 2006 aufzupolieren, versucht Zetsche indes verstärkt, sowohl die Kosten als auch die Komplexität zu reduzieren -- vor allem in der Produktion. Beispiel: "Unser Ziel ist es, bald nur ein einziges Sportpaket in den Bestelllisten zu haben statt ein serienmässiges und ein zusätzliches von AMG", sagt Mercedes-AMG-Chef Volker Mornhinweg.