Peking. Erst kürzlich hatten Daimler und BAIC angekündigt, die Kapazität des gemeinsamen Werks in Peking für eine Milliarde Euro auf gut 200.000 Fahrzeuge zu verdoppeln. Mittelfristig wollen beide Partner rund vier Milliarden Euro für die Expansion in China investieren – zu der auch eine Modelloffensive gehören soll. Daimler übernahm im November für 625 Millionen Euro zwölf Prozent an BAIC. Auch das zweite BAIC-Joint- Venture mit Hyundai plant lokalen Medienberichten zufolge einen Kapazitätsausbau. Die eigene Marke Beijing Auto – die bisher eher ein Schattendasein auf dem chinesischen Markt führt – will BAIC deutlich attraktiver machen. Dafür heuerte das Unternehmen unter anderem Ferrari-Designer Leonardo Fioravanti an. Auch ins Ausland strebt der Konzern. BAIC wolle eine „mittlere bis hochwertige Marke“ in Europa oder den USA erwerben, kündigte Dong Haiyang, Chef des eigens dafür gegründeten Unternehmens BAIC International Development, jüngst an. Aufgrund des niedrigen Bekanntheitsgrads von Beijing Auto im Ausland könne man auf diesem Weg schneller vorankommen, sagte Dong. „Wir haben bereits Kandidaten im Auge.“ In China hatte BAIC 2013 zwei kleinere lokale Hersteller übernommen.
Einnahmen von bis zu 2,3 Milliarden Euro erwartet
Daimler-Partner BAIC geht aufs Börsenparkett
Der staatseigene Daimler- Partner Beijing Automotive Industry Corp. (BAIC) will mit dem Gang an die Hongkonger Börse zwischen zehn und 20 Milliarden Yuan (1,16 bis 2,32 Milliarden Euro) einnehmen. Das Listing sei für das zweite Halbjahr angesetzt, kündigte BAIC-Präsident Xu Heyi an. BAIC braucht Kapital, um seine ambitionierten Expansionsziele im In- und Ausland zu finanzieren.