München. "Es wurde nie irgendetwas bei uns beschlagnahmt", sagt Tatjana Podkatilow, die als Leiterin Marketing und Design bei der China Automobile Deutschland GmbH in München fungiert. Sie bezieht sich dabei auf die IAA, wo es reichlich Wirbel um die Modelle CEO und UFO gab, weil die Ähnlichkeiten zu den etablierten Fahrzeugen Toyota RAV4 und BMW X5 sehr auffällig waren.
Jetzt tritt China Automobile erneut an - auf der AMI in Leipzig in Halle 1. "Wir zeigen dort wieder das SUV CEO, den Pick-up Grandtiger und den Siebensitzer Landmark von Shuanghuan Motors", sagt Podkatilow. Außerdem werden der Kompakt-Offroader UFO des Herstellers Zhejiang Jonway und das SUV GX6 des Autobauers Gonow ausgestellt. Dieses Fahrzeug ist bereits bestellbar und soll in Vollausstattung zirka 25.000 Euro kosten. Binnen 75 Tagen könne der GX6 geliefert werden.
Vor allem auf den CEO setzt Podkatilow große Hoffnungen. Das SUV wird ab 25.990 Euro in Deutschland angeboten, ist mit einem 2,4-Liter-Benzinmotor ausgerüstet und darüber hinaus auch mit Flüssiggas(LPG)-Antrieb verfügbar, erläutert die Marketingchefin. Der Wagen sei "schon sehr bald" bestellbar, die erste Lieferung fabrikneuer Fahrzeuge aus China werde in diesen Tagen in Rotterdam eintreffen.
Angeblich steht auch schon das Händlernetz. "Wir haben derzeit 76 geprüfte Händler in Deutschland", sagt die Marketingleiterin. "Und es gibt weitere 260 Bewerber, die demnächst geprüft werden." Europaweit gebe es darüber hinaus derzeit neun Importeure, die unter dem Namen China Automobile den Vertrieb der Fahrzeuge vorbereiten.
Alle Autos werden laut Geschäftsführer Karl Schlössl sukzessive auch mit Dieselmotoren und LPG-Antrieb verfügbar sein: "Wir haben immer gesagt, dass wir noch einige Projekte in der Schublade haben." Auch das Thema Sicherheit will Schlössl offensiv angehen: "Wir wollen einen Crashtest nach der Euro-NCAP-Norm relativ zeitnah durchführen lassen." Schließlich solle die Kundschaft ein möglichst gutes Gefühl beim Kauf der Autos haben.